Das große Unvermögen


Warum wir beim Reichwerden immer wieder scheitern

Das große Unvermögen: Warum wir beim Reichwerden immer wieder scheitern„Wir sind alle finanzielle Analphabeten. In den neunziger Jahren aber glaubten wir auf einmal, wir hätten das Lesen gelernt.“ Den beiden Wirtschaftredakteuren der „Zeit“ gelingt mit ihrem Buch „Das große Unvermögen“ ein Warnruf von beeindruckender Klarheit und Intensität. Vor allem Eltern sollten hier aufhorchen, denn sie können ihren Kindern noch das geben, was ihnen selbst allzu oft versagt wurde: Bildung in Geldfragen.


Das finanzielle Leben ist unübersichtlich – vielleicht sogar undurchschaubar. Das freut selbst ernannte Berater und „Experten“, die Nepp verkaufen. Und eben weil es kein Unterrichtsfach „Geld“ gibt und keine Informationskurse zu den diversen Rentenreformen passiert es, dass z.B. Kleinstunternehmer – die „Ich-AGs“ – prompt in der Schuldenfalle landen. Dabei kann das Geheimnis von Zins und Zinseszins jeder lösen – wenn er nur will.

Das Bild des „homo oeconomicus“ – also jeder handelt nüchtern und rational – bekommt Risse, denn: Wir sind nicht ökonomisch, sondern vielmehr emotional veranlagt. Wir handeln mehr aus Eitelkeit, Neid, Enttäuschung, Hoffnung, Übermut usw. Keine gute Voraussetzung für unsere finanzielle Absicherung – wir folgen der Herde. Und dieses Herdenverhalten führt zu „irrrationalem Überschwang“, wenn die Dümmsten noch investieren und die Schlauen absahnen. Dabei sind dann auch die „Profis“ die finanziellen Analphabeten, z.B. die Manager großer Fonds, denn auch sie zocken dann wild hin und her.

Viele von uns durchstreifen die Geschäfte lange auf der Such nach Schnäppchen – nur finanzielle Beratung darf nichts kosten. Dabei wissen wir Profis, dass eine (einmalige!) Gebühr sich sofort auszahlen kann. Unabhängige Berater wie die Certified Financial Planner (CFP) geben sogar ihre eigene Provision an den Kunden zurück.

Die Autoren von „Das große Unvermögen“ empfehlen dem Leser:

  • In Deutschland gibt es noch keine einheitlicheAusbildung für Finanzberater. Daher sollten Berater immer von Fachverbänden zertifiziert sein.
  • Der Berater sollte nachweislich über langjährige einschlägige Erfahrung verfügen.
  • Der Berater sollte eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben.
  • Der Berater sollte seine Einkommensquellen und die Provisionshöhe offenlegen.
  • Der Berater sollte ein breites Produktspektrumanbieten können – nicht nur das einer Bank, Versicherungoder Vertriebsfirma.
  • Ein guter Finanzplaner muss die Änderungen im Lebenslauf seiner Kunden berücksichtigen und beider Produktberatung das Portfolio modifizieren.
  • Der Berater soll kein „Ja-Sager sein“
  • Kein Berater sollte auf den Kunden zeitlichen Druck ausüben.
  • Jedes Geschäft hat auch Risiken – und die sollte der Berater vorher benennen können.
  • Keine Sitzung ohne Protokoll.

Das große Unvermögen: Warum wir beim Reichwerden immer wieder scheitern
von Marc Brost und Marcus Rohwetter erhältlich bei Amazon
Verlag Wiley-VCH, 2004, 184 Seiten, ISBN 3-423-50889-2
Erhältlich bei Amazon zum Preis von 9,50 €

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