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Warum mögen deutsche Anleger keine Aktien?

In den vorausgegangen Abschnitten wurde deutlich, dass deutsche Privathaushalte im Durchschnitt sehr konservativ bei ihren Vermögensdispositionen sind. Insbesondere ist der Aktienanteil in ihren Portfolios unter Ertrags- und Risikoaspekten wohl zu niedrig. Diese Untergewichtung von Aktien, die nur durch eine unerklärlich hohe Risikoaversion in Einklang mit der ökonomischen Theorie gebracht werden kann, wird in der Literatur als „equity premium puzzle― bezeichnet. Die Gründe hierfür könnten historischer bzw. struktureller Natur sein. Außerdem könnte ganz generell die Risikobereitschaft der Deutschen eher unterdurchschnittlich ausgeprägt sein, wobei systematische Wahrnehmungsfehler und Verständnisprobleme, wie sie im Rahmen der verhaltensorientierten Finanzwissenschaft (behavioral Finance) untersucht werden, eine Rolle spielen. Schließlich können auch individuelle Aspekte die Risikobereitschaft beeinflussen.
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